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Corbières
Das Wappen von Corbières im Kanton Freiburg (Schweiz): Herkunft, Bedeutung und Geschichte des Gemeindewappens — mit Blasonierung und als Sammelobjekt im Wappenalbum der Schweiz.
Im Album ansehen →in Rot ein silberner, mit schwarzem Raben belegter Schrägrechtsbalken
HBLS, Bd. 2, S. 641–642 — „CORBIÈRES“ · auf Deutsch
Herkunft & Bedeutung
Wenn der bisherige Gemeindename unverändert weitergeführt wird, muss nicht zwingend ein neues Wappen geschaffen werden. Das neue Wappen vereinigt mit Ausnahme der beiden Flügel die Motive aus den bisherigen. Grafisch mag das Wappen zu überzeugen, denn die Motive scheinen sich optimal zu ergänzen. Ein Grund dafür sind u. a. die übereinstimmenden Farben.
SWF — „Corbières“ (2026-07-28) · auf Deutsch
Geschichte
Dorf und Gemeinde. Alte Namensformen: Corbere, Corbeire, Corbers, Korbers. Zu Ende des 11. Jahrh. war C. eine Herrschaft, die einen Teil des rechten Saaneufers und das Jauntal bis nach Chätel sur Montsalvens um fasste. 1250 erklärte sich Guillaume de C. als Vasall Peters II. von Savoyen, und 1375 erw arb Amadeus von Savoyen die Herrschaft und verwandelte sie in eine Kastlanei. Graf Franz von Greyerz erw arb C. 1454 um 8000 fl., und Michel von Greyerz verpfändete es 1543 an Freiburg. 10 Jah re später bemächtigte sich Freiburg C.’sum sich für seine Forderung bezahlt zu machen. Bis 1798 war C. eine Vogtei und bildete 1798-1803 mit derjenigen von La Roche eine Unterpräfektur, unter der Mediation einen Verw altungskreis und unter der Restauration eine Präfektur. Diese letztere wurde 1848 aufgehoben und das Gebiet dem Greyerzbezirk zugeteilt. C. wurde zu Beginn des 14. Jahrh. eine Gem. 1390 gab ihr Amadeus VII. von Savoyen allerlei Freiheiten; es wurde eine der bonnesvilles des Waad tlan des. Das erste Schloss erhob sich auf einem Montagnette genannten Hügel; ein zweites wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrh. an der Stelle des heutigen Schlosses gebaut. […]
HBLS, Bd. 2, S. 641–642 — „CORBIÈRES“ · auf Deutsch · Auszug
Heraldische Beurteilung
Gemäss den heraldischen Regeln sind doch einige Vorbehalte anzubringen: 1. Der Schrägbalken ist nach oben verschoben und damit die namensgebende Gemeinde symbolisch etwas "beiseite geschoben". 2. Gemeine Figuren (in diesem Fall der Turm) dürfen andere nicht überschneiden. Erlaubt sind vollständige Überschneidungen von Teilungslinien durch gemeinde Figuren, wie das im alten Wappen von Villarvolard der Fall ist. 3. Bei der Blasonierung beginnt man mit der oder den Grundfarben (in diesem Fall Rot). Dann folgt die nächste Ebene, der weisse Schrägbalken. Dieser ist mit dem Raben belegt. Als letzte Ebene folgt der Turm. Durch die teilweise Überschneidung mit dem Schrägbalken erfolgt eine perspektivische Tiefenwirkung, was in der Heraldik verpönt ist. Daraus folgt eine komplizierte Blasonierung. Das ist die Beschreibung des Wappens in der Fachsprache, nach welcher jeder Zeichner das Wappen korrekt wiedergeben kann, auch wenn er es vorhier nie gesehen hat. Umfangreiche Blasonierungen sind ein Indiz, dass das Wappen entweder mit Motiven überladen ist oder gegen mehrere Regeln der Heraldik verstösst.
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Gemeindefusion
2012: Corbières → Corbières
SWF — „Cor bières“ (2026-07-28) · auf Deutsch
Quellen
- HBLS, Bd. 2, S. 641–642 — „CORBIÈRES“ — Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, 1921–1934
- SWF — „Cor bières“ (2026-07-28) — Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen — Neue Fusionswappen, 1986–2021
Ehemalige Gemeinden
Diese heute aufgelöste Gemeinde ging in Corbières auf:
- Villarvolardfusioniert 2010