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Plaffeien
Das Wappen von Plaffeien im Kanton Freiburg (Schweiz): Herkunft, Bedeutung und Geschichte des Gemeindewappens — mit Blasonierung und als Sammelobjekt im Wappenalbum der Schweiz.
Im Album ansehen →in Schwarz ein silberner Balken
HBLS, Bd. 5, S. 461 — „PLAFFEYEN“ · auf Deutsch
Herkunft & Bedeutung
Die erste Fusion mit den Gemeinden Brünisried, Oberschrot, Plaffeien, Plasselb und Zumholz scheiterte an der Ablehnung in Brünsiried und Plasselb. In einem zweiten Anlauf beschlossen die drei zustimmenden Gemeinden die Fusion. Ein neues Wappen wäre nicht notwendig gewesen, denn in beiden Projekten war vorgesehen, den Namen Plaffeien beizubehalten. Trotz dem Ausscheren von zwei Gemeinden wurde am Wappen des ursprünglichen Fusionsprojekts festgehalten. Für das neue Wappen wurde das bisherige von Plaffeien wie folgt erweitert: Über dem Balken wurde eine gelbe Lilie eingefügt. In den Wappen von Oberschrot und Zumholz ist eine weisse Lilie enthalten. Die von Oberschrot bezieht sich auf das Wappen der Herren von Maggenberg. Alterswil und Heitenried führen ebenfalls eine weisse Lilie mit Bezug zu den Maggenbergern. Die Herkunft der ebenfalls weissen Lilie im Wappen von Zumholz ist nicht gesichert. Weshalb der Farbwechsel zu Gelb? Die zwei Wellenleisten sollen die naturnahe und artenreiche Flusslandschaft der Sense sowie den historisch und kulturell bedeutenden Dütschbach symbolisieren, die beide durch das Gebiet der fusionierten Gemeinde fliessen. […]
SWF — „Plaffeien“ (2026-07-28) · auf Deutsch · Auszug
Geschichte
Gem. und Dorf. Urspr. eine romanische Siedelung, scheint P. schon bei der Gründung des Kluniazenserstiftes Rüeggisberg (1076) an dieses gekommen zu sein und wird 1148 zuerst urk. erwähnt. Es besass damals schon eine Muttergotteskirche, die 1143 nachweisbar und 1228 als zum Dekanat von Freiburg gehörig erwähnt wird. Der Prior von Rüeggisberg besass die Kollatur. Das Tal PI. bildete, eine eigene Mark, die sich von Rech th alten bis Guttm annshaus und von der Sense bis Plasselb erstreckte, mit den Weilern Brühl, Im holz Remilisberg, Sensenmatt, Menzisberg, Riedgarten, Brünisried und Wüstenegg. Grundbesitz im Tale von P. besassen auch die Englisberg und die Grafen von Tierstein. Rüeggisberg war durch einen Ammann im Tale vertreten; die hohe Gerichtsbarkeit lag in Händen der Kastvögte. Als solche erscheinen die Herren von Riim lingen, dann die Grafen von Aarberg und die Herren von Illens; 1254 gelangten die treib. Besitzungen von Rüeggisberg in P. unter die Vogtei des Grafen Hartmann d. J. vonK iburg, nach dem Aussterben dieses Geschlechts an Rudolf von Habsburg, der nun seinen Ministerialen Ulrich von Maggenberg damit belehnte; vorübergehend besase sie Aimon von Mont.enach als savoy. […]
HBLS, Bd. 5, S. 461 — „PLAFFEYEN“ · auf Deutsch · Auszug
Heraldische Beurteilung
Einmal mehr zeigt sich, dass das Einhalten der heraldischen Regeln allein nicht ausreicht für ein gutes Wappen.
SWF — „Plaffeien“ (2026-07-28) · auf Deutsch
Gemeindefusion
2017: Oberschrot, Plaffeien, Zumholz → Plaffeien
SWF — „Plaffeien“ (2026-07-28) · auf Deutsch
Quellen
- HBLS, Bd. 5, S. 461 — „PLAFFEYEN“ — Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, 1921–1934
- SWF — „Plaffeien“ (2026-07-28) — Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen — Neue Fusionswappen, 1986–2021
Ehemalige Gemeinden
Diese heute aufgelösten Gemeinden gingen in Plaffeien auf:
- Oberschrotfusioniert 2016
- Zumholzfusioniert 2016