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Zell (LU)
Das Wappen von Zell (LU) im Kanton Luzern (Schweiz): Herkunft, Bedeutung und Geschichte des Gemeindewappens — mit Blasonierung und als Sammelobjekt im Wappenalbum der Schweiz.
Im Album ansehen →in Silber eine weisse, gold- und grün gesäum te Mitra mit goldenem Kreu zehen und blauen Bändern, dahinter ein goldener Bischofsstab
HBLS, Bd. 7, S. 670 — „ZELL“ · auf Deutsch
Herkunft & Bedeutung
Gem eindewappenkarte, Nr. 109). Ein «Landolt und sein Geschlecht» besitzt ca. 740-750 auch in Z. viele Güter, die er nach und nach an St. Gallen verschenkt. 960 vergabte Otto I. die Kirche von Cella der Benediktinerabtei Disentis. Seit Ende des 11. Jahrb. stand Z. unter der Landeshoheit der Grafen von Kiburg, von 1264 an unter den Habsburgern. Aber auch das Kloster St. Gallen besass dort reiche Güter und Rechte. Das Habsb. Urbar erwähnt einen Ort «ze Burg», und in der Gem. findet sich noch eine «Burgha lde», doch weiss man nichts von einer Burg, die in Z. existiert hätte. Mit der Grafschaft Kiburg kam Z. 1424 an Zürich und bildete einen Teil der äusseren Vogtei Kiburg. In der Kirche sind Malereien aus dem 14. Jahrb. Die Pfarrgem. wurde 1459 gestiftet. Die Kollatur stand schon vor der Reformation dem Kleinen Rat in Zürich zu. 1646 brach unter Führung von Hans Balthasar Müller, Müller in Rikon, Hans Brin er von Brünggen, Fähnrich Tobler von Fehraltorf und Heinrich Winkler von Theilingen wegen schweren Kriegssteuern und ändern, das Landvolk drückenden Lasten ein Volksaufstand aus. Die Führer wurden am
HBLS, Bd. 7, S. 670 — „ZELL“ · auf Deutsch
Geschichte
Pfarrdorf. Celle 1275. Fund eines Bronzebeils und einer goldenen Tra] anmünze (1867). Die hohe Gerichtsbarkeit gehörte der Herrschaft (Esterreich, resp. den Pfand in habern und seit 1407 Luzern. Den Kirch enpatro nat und die niedere Gerichtsbarkeit besassen ums Jahr 1300 die Edlen von Büttikon. 1412 erw arb Luzern den Twing; 1424 erwarb ihn Heinzmann Herport, Schultheiss von Willisau. Er blieb im Besitz seiner Nachkommen bis auf Uriel, ca. 1578, kam dann an Ulr. Heinserlin und 1628 an die regimentsfähige Familie Schumacher in Luzern. Die Kirche bestand seit dem 13. Jahrb., Neubauten und Renovationen erfolgten 1464, 1606, 1807 und 1902. Am 19. v. 1672 wurde eine sog. hl. Buche gefällt und das vom Volke verehrte Bild in der Kirche aufgestellt. 1606 zählte der Twing 20 Feuerstätten. Die Luthern verheerte öfters die Talsohle, so 1711, 1759, 1764 u. 1781. Der Allm endnutzenwar in diesem Twing mit dem Hausbesitz verbunden. Verteilung von Land an die Gemeindegenossen 1788. Beim Waisenh au sbran dam 18. m. 1863 kamen 13 Insassen ums Leben. […]
HBLS, Bd. 7, S. 670 — „ZELL“ · auf Deutsch · Auszug
Quellen
- HBLS, Bd. 7, S. 670 — „ZELL“ — Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, 1921–1934