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Le Locle
Das Wappen von Le Locle im Kanton Neuenburg (Schweiz): Herkunft, Bedeutung und Geschichte des Gemeindewappens — mit Blasonierung und als Sammelobjekt im Wappenalbum der Schweiz.
Im Album ansehen →gerautet von Rot und Gold, belegt mit einem blauen Fluss in silbernem Querbalken über silbernem Pfahl, der mit drei grünen, auf grünem Dreiberge stehenden Tannen belegt ist
HBLS, Bd. 4, S. 710 — „LOCLE“ · auf Deutsch
Herkunft & Bedeutung
V ermutlich war ein Doppelname geplant (Le Locle-Les Brenets). Das mag der Grund für ein neues Wappen gewesen sein. Doch dann blieb man beim Namen der grösseren Gemeinde: Le Locle. Üblich ist bei solchen Zusammenschlüssen, auch Eingemeindungen genannt, das Beibehalten nicht nur des Namens, sondern auch des Wappens. D ie Symbole im neuen Wappen bedeuten: Rautenmuster = Le Locle, Schachmuster = Les Brenets, Wellen = Flüsse Doubs und Bied, Grün = Wald. Das Wappen wirkt mit sechs Farben überladen und ist recht kompliziert in der heraldischen Fachsprache zu beschreiben. Komplexe und umfangreiche Beschreibungen sind ein Indiz für schlecht gestaltete Wappen. Die Kombination von Rauten- und Schachmuster mit ihren zahlreichen Teilungslinien in vier verschiedenen Richtungen wirkt zusammen mit den acht gewellten Trennlinen des Flusses chaotisch. Die Beschreibung des Wappens in der wissenschaftlichen Fachsprache (Blasonierung) ermöglicht dem Zeichner das richtige Darstellen des Wappens, auch wenn er es noch nie gesehen hat. Diese Sprache hat sich bereits im Mittelalter entwickelt und entspricht in ihren Grundsätzen einer informatiktauglichen Codierung. […]
SWF — „Le Locle“ (2026-07-28) · auf Deutsch · Auszug
Geschichte
Stadt und gleichnamigen Bezirks. Le L. erscheint erstmals in einer Urkunde von ca. 1150, durch welche Renaud von Valangin das Tal von Le L. der Abtei Fontaine André schenkt. 1351 tauscht letztere mit dem Herrn von Valangin die Güter und Rechte, die sie in Le L. besass, gegen die schickt. Zur Zeit des 30jährigen Krieges kam es vermutlich zu einem ähnlichen Scharmützel; daher stammt wohl die Geschichte von der saboulée, welche die Frauen von Le L. burgundischen Plünderern bereitet haben sollen. Der Ort dieser Begebenheit heisst «Crêt Vaillant». Es ist jedoch möglich, dass dieser Name von einer Familie Vaillant herrührt, die im 14. Jahrb. in Le L. ansässig war. 1502 werden die Bewohner von Le L. Bürger von Valangin; 1508 erhalten sie wie die gleichberechtigten Leute von La Sagne einen Bürgermeister und einen Weibel. In den auf die Aufhebung des Edikts von Nantes (1685) folgenden Jahren kamen mehrere Tausend Flüchtlinge nach Le L., aber die meisten zogen Hglaeuicphtowrt eidtesr; zur Zeit der französischen. Revolution sah man dort auch viele Emigranten. Damals schieden sich die Einwohner in Jacobiner und Orangisten. […]
HBLS, Bd. 4, S. 710 — „LOCLE“ · auf Deutsch · Auszug
Gemeindefusion
2021: Les Brenets, Le Locle → Le Locle
SWF — „Le Locle“ (2026-07-28) · auf Deutsch
Quellen
- HBLS, Bd. 4, S. 710 — „LOCLE“ — Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, 1921–1934
- SWF — „Le Locle“ (2026-07-28) — Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen — Neue Fusionswappen, 1986–2021
Ehemalige Gemeinden
Diese heute aufgelöste Gemeinde ging in Le Locle auf:
- Les Brenetsfusioniert 2020