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Kaltbrunn
Das Wappen von Kaltbrunn im Kanton St. Gallen (Schweiz): Herkunft, Bedeutung und Geschichte des Gemeindewappens — mit Blasonierung und als Sammelobjekt im Wappenalbum der Schweiz.
Im Album ansehen →in Rot der hl. Georg in blauer Rüstung auf einem weis-KALTENBACH sen Pferde, den Drachen erlegend
HBLS, Bd. 4, S. 452 — „KALTBRUNN“ · auf Deutsch
Geschichte
Dorf, polit., Kirch- und Ortsgem., umfassend K., Oberlcirch, Fischhausen, Steinenbrugg und Wilen. Nach dem Liber vitae soll um 940 die Herzogin Reginlinde den ITof Chaldebruna dem Kloster Einsiedeln vergabt haben. Die Kaiser Otto II., Heinrich II., Konrad II. und Heinrich III. bestätigten 972, 1018, 1027 und 1040 die Schenkung. Einsiedeln besass die niedere Gerichtsbarkeit bis 1798. K. hatte ein eigenes Hofgericht. Während anfänglich die von der Abtei bestellten Meier der Hofgem. vo rstunden und dieses Amt erblich war, wurde in den ersten Jahrzehnten des 15. Jahrh. das Ammänner- und Hofgerichtssystem eingeführt. Die höhere Gerichtsbarkeit wurde von den jeweiligen Kastvögten des Klosters Einsiedeln verwaltet, nach 1460 vom Stande Schwyz. Durch die Beteiligung der Kaltbrunner an den Freiheitsbestrebungen der Gasterländer während der Regierung Friedrichs VII. von Toggenburg und während des alten Zürichkrieges wurden sie in die Verpfändung des Gasters an Schwyz und Glarus einbezogen, weshalb K. in der Folge ebenfalls unter den gasterischen Tagwen erscheint. An der politischen Verwaltung des Gasters nahm es hervorragenden Anteil und war in dessen Landrat mit 3 Mitgliedern vertreten. […]
HBLS, Bd. 4, S. 452 — „KALTBRUNN“ · auf Deutsch · Auszug
Quellen
- HBLS, Bd. 4, S. 452 — „KALTBRUNN“ — Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, 1921–1934