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Wil (SG)
Das Wappen von Wil (SG) im Kanton St. Gallen (Schweiz): Herkunft, Bedeutung und Geschichte des Gemeindewappens — mit Blasonierung und als Sammelobjekt im Wappenalbum der Schweiz.
Im Album ansehen →in Silber schreiten der schwarzer Bär, links von ihm schwarzes W. Wahrsch
HBLS, Bd. 7, S. 559–560 — „WIL“ · auf Deutsch
Herkunft & Bedeutung
Es ist nicht einzusehen, dass eine Stadt nur wegen einer Eingemeindung sich ein neues Wappen zulegen muss. Bereits im 14. Jahrhundert erscheint der äbtische Bär auf den Stadtsiegeln. Selbst bei den politischen Umwälzungen unter Napoleon, als die Untertanengebiete der Fürstabtei St. Gallen ihre Freiheit erlangten, entstand kein Bedürfnis nach einem neuen Wappen. Von den eingereichten Entwürfen des Autors wurde der drittbeste Vorschlag auserkoren. Der zweitbeste hätte das Bronschhofer Schneckenhaus weiss gezeigt, was harmonischer gewirkt hätte. Von der Symbolik her gesehen wirkt Bronschhofen nicht in die Stadt Wil integriert, sondern in eine Ecke abgedrängt. Aber die Ansicht, möglichst viel vom bisherigen Gemeindewappen in das neue Stadtwappen einzubringen, hatte einen höheren Stellenwert. Der Heraldiker verwies auch auf die Wirkung bei der Beflaggung, wie sie bereits seit dem Juli 2019 bei der Gemeindeverwaltung Bronschhofen zu sehen ist. Hier würde die Beflaggung mit dem unveränderten Wappenbild von Wil wesentlich eindrücklicher wirken. Die Wiederholung des Motivs der Ammonschnecke schwächt das sonst recht schmucke Erscheinungsbild. […]
SWF — „Wil“ (2026-07-28) · auf Deutsch · Auszug
Geschichte
Politische, Orts - und Kirchgem. ist W. urk. 6. vili. 754 bezeugt, als Abt Otmar von St. Gallen mit Gütern in Rickenbach und Züberw an gen auch solche in Wila geschenkt wurden. Das war die bäuerliche Ansiedlung näher an der Thur, wovon noch der Flurnam e «in der alten Stadt» herrührt und welche aufgelassen wurde, als etwa Mitte des 12. Jahrh. die Grafen von Toggenburg auf dem heutigen Platze die «Stadt» Wil gründeten. Nach dem Bruderm orde im Hause Toggenburg von Diethelm dem Kloster St. Gallen geschenkt, ging W.durch die Belagerung von 1247 definitiv in den Besitz de rF ürstabtei über, die sich 1248 auch die Kirche W. inkorpo rie ren liess. Im Kampfe gegen König Rudolf von Habsburg verbrannte 1287 Abt Wilhelm von Montfort die habsburgische, Wil kon ku rren zieren de Stadt Schwarzenbach, wurde darauf ergebnislos vom Juli bis September in W. belagert; doch musste W. 1288 dem Gegenabt Konrad von Gundelfingen huldigen. Nach dem Tode König Rudolfs in den Gehorsam gegen Abt Wilhelm zurückgekehrt, erlitt W. vom Mai 1292 an eine erneute Belagerung durch Herzog Albrecht von (Esterreich, in dessen Hand die Bürgerschaft am 24. August kapitulierte. […]
HBLS, Bd. 7, S. 559–560 — „WIL“ · auf Deutsch · Auszug
Gemeindefusion
2013: Bronschhofen, Wil → Wil (SG)
SWF — „Wil“ (2026-07-28) · auf Deutsch
Quellen
- HBLS, Bd. 7, S. 559–560 — „WIL“ — Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, 1921–1934
- SWF — „Wil“ (2026-07-28) — Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen — Neue Fusionswappen, 1986–2021
Ehemalige Gemeinden
Diese heute aufgelöste Gemeinde ging in Wil (SG) auf:
- Bronschhofenfusioniert 2012