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Cudrefin
Das Wappen von Cudrefin im Kanton Waadt (Schweiz): Herkunft, Bedeutung und Geschichte des Gemeindewappens — mit Blasonierung und als Sammelobjekt im Wappenalbum der Schweiz.
Im Album ansehen →gespalten von Rot und Silber, darüber ein balkenweise gestellter blauer Fisch
HBLS, Bd. 2, S. 670–671 — „CUDREFIN“ · auf Deutsch
Herkunft & Bedeutung
Ein neues Wappen hätte sich nicht aufgedrängt, denn der Gemeindename Cudrefin blieb unverändert. Dank der bisher einfachen Wappenmotive wirkt das neue Wappen nicht überladen. Hingegen ist die Schildteilung problematisch. In der offiziellen Version der Gemeinde ist der Schild geteilt. Dadurch wirkt der Krebs gegenüber dem Fisch viel zu klein und füllt das Feld auch nicht mehr vollständig. Eine optisch bessere Wirkung kann erreicht werden, wenn der Fisch in ein Schildhaupt gesetzt wird, wie nebenstehendes Beispiel veranschaulicht.
SWF — „Cudrefin“ (2026-07-28) · auf Deutsch
Geschichte
Curtefin 999; Curdulfinum gegen 1050: Culdrefin 1163. Ort am Ufer des Neuenburgersees, Pfahlbaustation, wo 1871 ein schöner, jetzt im Museum Avenches au fbewahrter Einbaum gefunden wurde. Der König von Burgund schenkte 999 in C. die Grafschaft Wallis dem Bischof von Sitten. Von dieser Zeit an datiert ohne Zweifel die Herrschaft dieses Prälaten im Vully und besonders in C. Diese Güter wurden 1246 vom Bischofah Peter von Savoyen verkauft. Graf Philipp schenkte C. dem Ritter Hugues de Palézieux, kaufte aber das Gut 1285 von dessen Witwe zurück. Bei seinem Tod gehörte die Ortschaft zur Baronie Waadt, aber der Baron Ludwig II. schenkte sie 1311 Peter von Grandson, dem Gatten seiner Schwester Blanche. Der Ort kam erst 1397 wieder an das Haus Savoyen. 1403 war C. der Erb te il des Ba stards Humbert von Savoyen, 1460 des Grafen Jaques de Romont. In den Burgunderkriegen wurde C. von den Freiburgern besetzt. 1536 unterw arf sich der Ort freiwillig den Bernern. Diese verwalteten ihn, wie es vorher geschah, durch einen Kastlan: zugleich übte ein Mayor das in seinem Geschlecht erblich verbleibende Richtera mt aus. Dieses Amt gehörte im 15. Jahrh. […]
HBLS, Bd. 2, S. 670–671 — „CUDREFIN“ · auf Deutsch · Auszug
Gemeindefusion
2001: Champmartin, Cudrefin → Cudrefin
SWF — „Cudrefin“ (2026-07-28) · auf Deutsch
Erste Erwähnung
999 · Curtefin 999, Culdrefin 1163
HBLS, Bd. 2, S. 670–671 — „CUDREFIN“ · auf Deutsch
Quellen
- HBLS, Bd. 2, S. 670–671 — „CUDREFIN“ — Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, 1921–1934
- SWF — „Cudrefin“ (2026-07-28) — Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen — Neue Fusionswappen, 1986–2021
Ehemalige Gemeinden
Diese heute aufgelöste Gemeinde ging in Cudrefin auf:
- Champmartinfusioniert 2001