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Gambarogno
Das Wappen von Gambarogno im Kanton Tessin (Schweiz): Herkunft, Bedeutung und Geschichte des Gemeindewappens — mit Blasonierung und als Sammelobjekt im Wappenalbum der Schweiz.
Im Album ansehen →von Gold mit einem grünen Querbalken unter dem silbernen Schildhaupt, daraus schräg nach rechts un ten wachsend ein rotes Bein
HBLS, Bd. 3, S. 402 — „GAMBAROGNO“ · auf Deutsch
Herkunft & Bedeutung
Zur nächsten Gemeindefusion: Gampel-Bratsch VS (alphabetisch innerhalb der Schweiz) Zur nächsten Gemeindefusion: Giornico TI (alphabetisch innerhalb des Kantons Tessin) Zur nächsten Gemeindefusion: Glarus (innerhalb der Bewertungsstufe "schlecht") Exkurs: Blasonieren - die Fachsprache der Heraldiker Dieser Ausdruck entstammt der französischen Sprache und bezeichnet die wissenschaftliche Beschreibung eines Wappens. Nach genau definierten Regeln wird mit möglichst wenig Worten das Wappen so beschrieben, dass es jeder heraldisch tätige Künstler korrekt darstellen kann. Die Entwicklung dieser Fachsprache als bildhafte Terminologie war bereits im 13. Jahrhundert vollkommen ausgebildet und wird in dieser Form auch heute noch verwendet. Es handelt sich wohl um die älteste Kodierung im Sinne der heutigen elektronischen Datenverarbeitung. Die folgenden zeigen einige Beispiele der wichtigsten Regeln:
SWF — „Gambarogno“ (2026-07-28) · auf Deutsch
Geschichte
Der Kreis G. um fasst gegenwärtig zehn Gem. und ebensoviele vicinanze: Casenzano, Caviano, Contone, Gerra-Gambarogno, Indem ini, Magadino, Piazzogna, Sant’ Abbondio, Vairano und Vira-Gambarogno; neun Kirchgem., die ein besonderes Dekanat bilden: Caviano, Contone, Gerra, In dem ini, Magadino, Piazzogna, St. Abbondio, S. Nazaro und Vira. Frühere Formen: Cambaronio 1241; Riparia Gambarogni 1525. Man entdeckte 1919 daselbst einen Stein mit einer Grabinschrift aus der Zeit der gallischen Besiedelung des Tessins. Im Mittelalter um fasste der Kreis G. zwei vicinanze oder Gem.: Gambarogno und Indem ini. Der Sitz der erstem war schon 1258 bei der Kirche von S. Nazzaro; heute noch ist dieser Ort Sitz des Friedensgerichts. Die beiden vicinanze gehörten kirchlich und zivil zur pieve Locarno. Die capitanei von Locarno (Orelli, Duni, Magoria und Muralti), sowie die Stiftskirche S. Vittore hatten dort grundherrliche Rechte. Die Gemeinde der Edlen von Locarno besitzt noch heute als Ueberrest. ihrer alten Rechte das Fisch ereirecht längs des Gambarogno. Der Kreis G. hatte das Recht auf einen Vertreter im Rat der pieve. Im Laufe des 15. Jahrh. […]
HBLS, Bd. 3, S. 402 — „GAMBAROGNO“ · auf Deutsch · Auszug
Gemeindefusion
2010: Caviano, Contone, Gerra (Gambarogno), Indemini, Magadino, Piazzogna, San Nazzaro, Sant'Abbondio, Vira (Gambarogno) → Gambarogno
SWF — „Gambarogno“ (2026-07-28) · auf Deutsch
Erste Erwähnung
1241 · Cambaronio 1241, Riparia Gambarogni 1525
HBLS, Bd. 3, S. 402 — „GAMBAROGNO“ · auf Deutsch
Quellen
- HBLS, Bd. 3, S. 402 — „GAMBAROGNO“ — Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, 1921–1934
- SWF — „Gambarogno“ (2026-07-28) — Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen — Neue Fusionswappen, 1986–2021
Ehemalige Gemeinden
Diese heute aufgelösten Gemeinden gingen in Gambarogno auf:
- Cavianofusioniert 2010
- Contonefusioniert 2010
- Gerra (Gambarogno)fusioniert 2010
- Indeminifusioniert 2010
- Magadinofusioniert 2010
- Piazzognafusioniert 2010
- San Nazzarofusioniert 2010
- Sant'Abbondiofusioniert 2010
- Vira (Gambarogno)fusioniert 2010