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Vétroz
Das Wappen von Vétroz im Kanton Wallis (Schweiz): Herkunft, Bedeutung und Geschichte des Gemeindewappens — mit Blasonierung und als Sammelobjekt im Wappenalbum der Schweiz.
Im Album ansehen →in Blau ein weisser Schrägbalken, belegt mit einem gelben, blaugeflügelten Vogel, begleitet von 2 gelben Sternen
HBLS, Bd. 7, S. 255–256 — „VÉTROZ“ · auf Deutsch
Geschichte
Gem. und Dorf, wo in jüngster Zeit prähistorische Gräber entdeckt wurden. V. gehörte zur gallorömischen villa, die vom Burgunderkönig Sigism und 515 der Abtei St. Maurice geschenkt wurde. Vom 12. Jahrh. an bildete es einen Teil der savoyischen Kastlanei Gundis. 1369 erhielt es vom Grünen Grafen die gleichen Privilegien wie Gundis, wogegen die Bewohner an dessen Bewachung in Kriegszeitenteilnehmen mussten. Das Kapitel von Sitten hatte schon früh Besitz in V.; der Bischof besass von 1168 an durch Austausch mit der Abtei St. Maurice den Zehnten. Olfenbar war die Kirche von Sitten in V. durch eine Junkerfamilie vertreten, die um 1200 den Namen des Ortes annahm und im Laufe des 14. Jahrh. in Sitten, wo sie das Bürgerrecht erworben hatte, erlosch. Im Mittelalter hatten die Gollombey, die d ’Orsières und die Monthéolo Güter in V.; der Abt von St. Maurice besass ein festes Haus, wo der Gerichtshof tagte. Nach der Eroberung des Unterwallis (1475) blieb V. bei der Kastlanei Gundis und bildete eine Abteilung der gleichnamigen Gemeinde bis 1870, wo es eine eigene Gem. wurde. Eine Kapelle bestand 1150; sie gehörte zu Plan Conthey und wurde 1178 zur Pfarrkirche erhoben. V. […]
HBLS, Bd. 7, S. 255–256 — „VÉTROZ“ · auf Deutsch · Auszug
Quellen
- HBLS, Bd. 7, S. 255–256 — „VÉTROZ“ — Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, 1921–1934