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Blenio
Das Wappen von Blenio im Kanton Tessin (Schweiz): Herkunft, Bedeutung und Geschichte des Gemeindewappens — mit Blasonierung und als Sammelobjekt im Wappenalbum der Schweiz.
Im Album ansehen →von Blau mit silbernem Querbalken, belegt mit 3 roten Löwenköpfen
HBLS, Bd. 2, S. 291–292 — „JBLENIO“ · auf Deutsch
Herkunft & Bedeutung
Das von der Gemeinde geführte Wappen hat mit Heraldik nichts zu tun. Es ist eine topographische Darstellung des Flusses Brenno, der die Gemeinde durchfliesst. Die gelben Kreisflächen markieren die Positionen der fünf Dörfer, die vorher selbstständige Gemeinden waren. Es gibt Gemeinden, die ihre topographische Lage in ihrem Wappen darstellen. Aber dazu sind ausschliesslich die Gestaltungsmöglichkeiten auszuschöpfen, welche die Heraldik bietet. Ein Ausschnitt aus einer Landkarte, meist stark stilisiert, ist nicht heraldisch. Das ändert sich auch nicht, wenn die erst in den letzten Jahrzehnten entstandene Staaten wie Zypern und Kosovo ihr Staatsgebiet in der Staatsflagge darstellen, im Falle von Kosovo auch auf dem Staatswappen. Eine Blasonierung ist unmöglich. Auf der Homepage der Gemeinde findet sich folgende Beschreibung: "Lo stemma del Comune è di sfondo rosso, rappresentata al centro il fiume die colore blu, elemento presente in tutti i cinque ex Comuni, e ai lati cinque cerchi di colore giallo che fungono da simbolo dei Comuni aggregati nel 2006."
SWF — „Blenio“ (2026-07-28) · auf Deutsch
Geschichte
Tal und Bez. Frühere Formen des Namens: Bellignum 1149; Belenium, vallis Bellenica oder Bellanica, vallis Brennia, Bregno; deutsch Bollenz, Pollenzer-Tal. Die gegenwärtigen Grenzen sind dieselben wie im 14. Jahrh. Von 1440-41 bis 1789 gehörte das Dorf Prugiasco politisch zur Levantina. Man fand dort Gegenstände aus der neolithischen Zeit und 1852 mehr als 5000 römische Siegel von Blenio Münzen, von Aurelian bis Kon-“ um 1470. stantin. Das Tal scheint von den Keltenu. Rätiern bewohnt gewesen zu sein; mehrere Ortsnamen zeugen von römischem Ursprung: Castro, Ponto-Valentino, Aquila, Traversa, Taverne usw. Nach der Sage soll Brennus auf seinem Zug nach Rom den Weg über den Lukmanier und das Bleniotal genommen haben. Das Christentum drang im 3. und 4. Jahrh. ins Tal ein. B. bildete zu erst eine einzige politische und wirtschaftliche Gemeinde; zu einer unbestimm ten Zeit wurde es in vicinanze oder Gemeinden geteilt; 1200 bestanden deren sechs: Olivone, Aquila, ConsiGgelimo,einDdeonguinod, Semione und Malvaglia. In der Folge entstanden andere Gemeinden. […]
HBLS, Bd. 2, S. 291–292 — „JBLENIO“ · auf Deutsch · Auszug
Gemeindefusion
2006: Aquila, Campo (Blenio), Ghirone, Olivone, Torre → Blenio
SWF — „Blenio“ (2026-07-28) · auf Deutsch
Erste Erwähnung
1149 · Bellignum 1149, Belenium, Bregno, Pollenzer-Tal
HBLS, Bd. 2, S. 291–292 — „JBLENIO“ · auf Deutsch
Quellen
- HBLS, Bd. 2, S. 291–292 — „JBLENIO“ — Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, 1921–1934
- SWF — „Blenio“ (2026-07-28) — Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen — Neue Fusionswappen, 1986–2021
Ehemalige Gemeinden
Diese heute aufgelösten Gemeinden gingen in Blenio auf:
- Aquilafusioniert 2006
- Campo (Blenio)fusioniert 2006
- Ghironefusioniert 2006
- Olivonefusioniert 2006
- Torrefusioniert 2006