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Brusio
Das Wappen von Brusio im Kanton Graubünden (Schweiz): Herkunft, Bedeutung und Geschichte des Gemeindewappens — mit Blasonierung und als Sammelobjekt im Wappenalbum der Schweiz.
Im Album ansehen →Geschichte
Der Name (rom. Bru sch) wird von brusca — Gesträuch abgeleitet. Siegel: ein Kreuz mit der Aufschrift: in hoc signo vinces. B. wurde wie das übrige Puschlaver Tal vom Veltlin aus besiedelt. Volkssagen und alte Strassennamen, auch der Hof ai Romani bei Viano und der verschwundene Geschlechtsname Rom ano weisen auf römische Ansiedlung hin. 602 werden B. und Puschlav von Langobarden geplündert. Im 12. Jahrli. kam B. durch Schenkung des Kaisers an den Bischof von Chur. Lehensmänner sind besonders die von Matsch. 1408 treten die Puschlaver dem Gotteshausbund bei; kurze Zeit, bis 1487, stehen sie unter mailändischer Herrschaft. 1537 kaufen sie mit 1200 Goldgulden alle bischöfl. Hoheitsrechte aus. Damit setzte auch die Emanzipation der einzelnen Gemeinden ein. Nach Urteil vom 19. VI. 1542 hat B. an den Veltliner Aemtern und Einkünften Anteil und darf einen eigenen Richter halten. 1546 erhält B. des Einkommens der ganzen Talschaft. Durch die Neueinteilung des Kts. in Kreise und Bezirke vom 1. IV. 1851 wurde es eine selbständige Gem. und ein eigener Kreis. Bald nach 1549 trat B. zur neuen Lehre über; […]
HBLS, Bd. 2, S. 401 — „BRUSIO“ · auf Deutsch · Auszug
Quellen
- HBLS, Bd. 2, S. 401 — „BRUSIO“ — Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, 1921–1934