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Kesswil
Das Wappen von Kesswil im Kanton Thurgau (Schweiz): Herkunft, Bedeutung und Geschichte des Gemeindewappens — mit Blasonierung und als Sammelobjekt im Wappenalbum der Schweiz.
Im Album ansehen →geteilt, oben in Grün ein schreitender roter Löwe, unten von Silber
HBLS, Bd. 4, S. 491 — „KESSWIL“ · auf Deutsch
Geschichte
Gem. und Dorf. Der noch ungenügend erforschte Pfahlbau aus der jüngeren Steinzeit hat einige Steinbeile geliefert. Chezzinwillare 817. Schon im 9. Jahrh. war das Stift St. Gallen dort reich begütert, später auch Münsterlingen. Die Vogtei gehörte bald diesem, bald jenem von beiden, blieb aber nach einem Rechtsstreit Ende des 15. Jahrh. schliesslich dem Abt von St. Gallen, der sie durch seinen Obervogt in Romanshorn verwalten liess. Öffnung von 1506. Die Kapelle St. Adelheid wurde 1429 erbaut und bald von Wallfahrern stark besucht. Anstellung eines eigenen Pfarrers 1451, während die Gem. vorher nach Altnau, Münsterlingen und Romanshorn pfarrgenössig war. In der Reformation wehrte sich Kheftig für das Neue. Dozwil schloss sich kirchlich spätestens 1547 an, Uttwil 1618. Das «Iiussenglöcklein» soll von Konstanz nach K. verkauft worden sein. Bei der Erweiterung der Kirche 1644 ging die Kapelle ein. Als st. gallisches Malefizgericht bekam K. nach der Eroberung des Thurgaus häufig Streit, um die Wende des 15. Jahrh. besonders durch das unbändige Gebaren seines Bürgers Ritter Konrad Gägauf. K. ist auch die Heimat von Dr. Job. Heinr. Roth (1711-1785), Chirurg in franz. Diensten. — Vergl. […]
HBLS, Bd. 4, S. 491 — „KESSWIL“ · auf Deutsch · Auszug
Quellen
- HBLS, Bd. 4, S. 491 — „KESSWIL“ — Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, 1921–1934