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Gachnang
Das Wappen von Gachnang im Kanton Thurgau (Schweiz): Herkunft, Bedeutung und Geschichte des Gemeindewappens — mit Blasonierung und als Sammelobjekt im Wappenalbum der Schweiz.
Im Album ansehen →in Silber ein rotes Einhorn auf vier grünen Bergen
HBLS, Bd. 3, S. 384–385 — „GACHNANG“ · auf Deutsch
Herkunft & Bedeutung
Die Gemeinde schreibt auf ihrer Internetseite zur Bedeutung des neuen Wappens: De r dargestellte Bach steht für den Tegelbach, das verbindende Element unserer Dörfer, und erinnert gleichzeitig an das Wappen von Islikon, in dem der Tegelbach ebenfalls enthalten ist. Die Teilung des Wappens durch den Fluss knüpft an das Wappen von Kefikon an, das ebenfalls durch eine Schildteilung geprägt ist, und die goldene Farbe auf rotem Grund spiegelt die dominierenden Elemente dieses Wappens wider. Das Horn des Einhorns symbolisiert die Hörner im Wappen von Oberwil, während die Flügel eine Hommage an jene im Wappen von Niederwil darstellen. Das feuerspeiende Einhorn kominiert das frühere Einhorn von Gachnang mit dem Feuer des Latäri. Aus all diesen historischen und symbolischen Elementen entstand ein einigartiges Fabelwesen: Ein geflügeltes, feuerspeiendes Einhorn. Der nachvollziehbare Wunsch, alle an der Fusion beteiligten Gmeinden durch ein Emblem aus den bisherigen Wappen zu vertreten, führt erfahrungsgemäss zu überladenen Wappen. Durch die beachtenswerte Kreativität ist ein tatsächlich einzigartiges Wappen geschaffen worden. Die grafische Gestaltung ist bemerkenswert und gefällig. […]
SWF — „Gachnang“ (2026-07-28) · auf Deutsch · Auszug
Geschichte
Pfarrei, Dorf und Schloss. Kachanang 889; 'm.» Schloss Gachnang um 1754. Nach einem Kupferstich der Topographia von D. Herrliberger. später Gachenang, Gachinang, im Volksmunde seit etwa 1500 Gachlingen (= Wiese des Gacho). Zu G. gehört die berühm te Fundstätte der Steinzeit Niederwil bei Frauenfeld, auf dem verlandeten Egelsee im Thurtal (1862 von Pupikofer entdeckt, von Messikomer ausgegraben) der erste bekannte Moorbau, durch den die Pfahlbauforschungz.T. auf neue Bahnen geführt wurde. (Keller und Reiner!: Urgesch. des Thurgaus).— 889 schenkte König Arnulfseinem Getreuen Diethelm den Hof G. mit 10 herrschaftlichen Huben. Schon sehr früh (im 10. Jahrb.?) erscheint G. im Besitze der Abtei Reichenau und unter der Vogtherrschaft der Kiburger, in deren beider Namen der Ammann oder Meier auf Meiersberg (Meisberg) waltete. Aus diesen Meiern ging wahrscheinlich das Ministerialengeschlecht der Edlen von G. (s. d.) hervor. Meieramt und Hof G. kamen 1417 laut Testament an die Herren von Schinen, von diesen 1562 an Ludwig von Heidenheim, Herrn von Klingenberg. […]
HBLS, Bd. 3, S. 384–385 — „GACHNANG“ · auf Deutsch · Auszug
Gemeindefusion
1998: Gachnang, Islikon, Kefikon, Niederwil, Oberwil → Gachnang
SWF — „Gachnang“ (2026-07-28) · auf Deutsch
Erste Erwähnung
889 · Kachanang 889, Gachlingen 1500
HBLS, Bd. 3, S. 384–385 — „GACHNANG“ · auf Deutsch
Quellen
- HBLS, Bd. 3, S. 384–385 — „GACHNANG“ — Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, 1921–1934
- SWF — „Gachnang“ (2026-07-28) — Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen — Neue Fusionswappen, 1986–2021
Ehemalige Gemeinden
Diese heute aufgelösten Gemeinden gingen in Gachnang auf:
- Islikonfusioniert 1997
- Kefikonfusioniert 1997
- Niederwil (TG)fusioniert 1997
- Oberwil (TG)fusioniert 1997